Zur Verstärkung von Stahlbetonbauteilen mit Ultrahochfestem Faserspritzbeton (UHFSB)
MITGLIED IM KOLLEG
seit
Verbundkolleg Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung
Prof. Dr.-Ing. Thomas Braml
Herr Braml ist Inhaber der Professur für Massivbau am Institut für konstruktiven Ingenieurbau an der Universität der Bundeswehr München. Neben dem Einsatz neuer Werkstoffe im Bauwesen beschäftigt er sich intensiv mit der Umsetzung des digitalen Zwillings im Baubereich. Dabei werden für reale Bauwerke detailgetreue, daten- und physikbasierte, virtuelle Abbilder geschaffen. Im Gegensatz zu klassischen Simulationsmodellen können diese nun durch Sensordaten ständig adaptiert, aktualisiert und weiterentwickelt werden. Weiterhin ist er im Bereich der automatisierten Herstellung von Stahlbetonbauteilen mittels Roboter aktiv. Im eigenen Roboterlabor werden neue Bauteilstrukturen entwickelt die vollautomatisiert hergestellt werden können.
Betreute Projekte:
Prof. Dr. Dominik Kueres
Professor Kueres studierte von 2007 bis 2012 Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen.
Von 2012 bis 2019 war er wissenschaftlicher war Mitarbeiter bzw. Postdoktorand am Institut für Massivbau der RWTH Aachen.
Von 2013 bis 2017 lief eine freiberufliche Tätigkeit.
2018 promovierte er zu „Two-parameter kinematic theory for punching shear in reinforced concrete slabs“;
2019 war er Postdoktorand und Gastdozent an der University of Waterloo, Kanada (Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung);
Von 2019 bis 2022 bei Prof. Feix Ingenieure GmbH, München;
Ab 2022 Professur für Digitale Tragwerksplanung und Werkstoffe im Massivbau an der Hochschule München und Freiberufliche Tätigkeit;
Seit 2023 Leiter des Technischen Fachprogramms der BetonTage;
Seit 2025 Mitglied des Instituts für Material- und Bauforschung der Hochschule München
Betreutes Projekt:
Zur Verstärkung von Stahlbetonbauteilen mit Ultrahochfestem Faserspritzbeton (UHFSB)
Pauline Markreiter
Hochschule für angewandte Wissenschaften München
Der Großteil der Brücken in Deutschland wurde zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren errichtet und ist heute aufgrund gestiegener Verkehrsbelastungen, verschärfter normativer Anforderungen sowie schädigender Umwelteinflüsse sanierungsbedürftig. Häufig reichen konventionelle Instandsetzungsmaßnahmen nicht aus, sodass umfangreiche Verstärkungen erforderlich sind. Ersatzneubauten sind dabei meist weder wirtschaftlich noch nachhaltig. Gleichzeitig führen bestehende Verstärkungsverfahren oft zu erheblichen Eingriffen und Verkehrsbeeinträchtigungen.
Ultrahochfester Faserspritzbeton (UHFSB) bietet aufgrund seiner hohen Festigkeit, geringen Schichtdicken und guten Dauerhaftigkeit ein großes Potenzial für nachhaltige und wirtschaftliche Verstärkungsmaßnahmen. Bisherige Forschungsarbeiten konzentrieren sich jedoch überwiegend auf biegebeanspruchte Bauteile, während Defizite in der Querkrafttragfähigkeit vieler Brücken bislang wenig untersucht wurden.
Die vorliegende Dissertation untersucht daher gezielt die Querkraftverstärkung von Betonbauteilen mit UHFSB. Mithilfe experimenteller, numerischer und theoretischer Analysen sowie innovativer Messverfahren sollen das Tragverhalten und die Interaktion zwischen UHFSB und Bestandsbeton untersucht und praxisgerechte Bemessungsmodelle entwickelt werden.“
Veröffentlichungen siehe: Pauline Markreiter (0009-0006-4146-5797) - ORCID
