Für Bestandskranbahnträger, die ihre geplante Nutzungsdauer überschritten haben, existieren momentan keine normativen Vorgaben. Da eine sofortige Außerbetriebnahme meist nicht möglich ist, müssen für den sicheren Weiterbetrieb aufwendige individuelle Konzepte erarbeitet werden, die in unwirtschaftlichen Inspektionsintervallen resultieren können.
Im Zuge des Promotionsvorhabens soll ein Beitrag zur Bewertung von Bestandskranbahnträgern unter der Berücksichtigung von Ertüchtigungs- und Verstärkungsmaßnahmen geleistet werden. Hierfür sollen auf Basis experimenteller Untersuchungen Empfehlungen zur Bewertung des Schädigungsgrad geschweißter kranbahntypischer Konstruktionsdetails, die nachträglich mit Schweißnahtnachbehandlungsverfahren ertüchtigt oder mit Stahllamellen verstärkt wurden, erarbeitet werden. Zusätzlich sollen experimentelle und numerische bruchmechanische Untersuchungen an typischen Kranbahndetails eine einfache Festlegung sicherer Betriebszeitintervalle ermöglichen. Die erarbeiteten Bemessungs- und Ausführungsempfehlungen sollen somit einen Beitrag zu einer vereinfachten, wirtschaftlichen und sicheren Bewertung von Bestandskranbahnen leisten.
